
Presse-Mitteilung Juni 2005Mehr Harmonie in der Arzneimitteltherapie Pilotprojekt
HeiCare stimmt bundesweit erstmals Verschreibungen zwischen
Klinik und Hausärzten ab / Erprobungsphase mit 40 Praxen
und AOK-Patienten "Herr Doktor, in der Klinik gab es immer
die kleinen blauen Pillen. Warum soll ich jetzt wieder die dicken
roten einnehmen?" Mit diesen Beschwerden von Patienten
müssen sich Hausärzte in Deutschland täglich
auseinandersetzenEin bundesweit einmaliges Projekt des Universitätsklinikums Heidelberg, das von der AOK Baden-Württemberg finanziell unterstützt wird, soll erstmals für mehr Harmonie bei der Arzneimittelverschreibung zwischen Klinik und niedergelassenem Bereich und damit eine bessere Behandlungsqualität sorgen. Im Projekt HeiCare bietet das Klinikum niedergelassenen Ärzten der Rhein-Neckar-Region eine gemeinsame elektronische Versorgungsplattform mit umfassender Expertise zur Arzneimitteltherapie an, sowie Schulungen zur Nutzung des Systems und für Beratungsgespräche der Patienten. Fast 50 Prozent der Patienten erhalten neue Medikamente in der Klinik Abstimmungsprobleme zwischen Hausarzt und Klinik sind kein Einzelfall: Fast die Hälfte aller Patienten wird bei der stationären Behandlung auf neue Medikamente umgestellt. Nach der Entlassung wird dies oft rückgängig gemacht: Rund 30 Prozent der Patienten verschreibt der Hausarzt die alten Präparate. Und etwa ein Drittel der Patienten, dies haben Untersuchungen gezeigt, nehmen ihre Medikamente gar nicht ein oder nicht so wie verordnet. "Mit diesem Pilotprojekt wollen wir die gefährlichen Lücken bei der Arzneimitteltherapie zwischen niedergelassenen Ärzten und Klinik schließen", erklärte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, bei einer Pressekonferenz am 17. Juni 2005 in Heidelberg. Das Projekt, das bis 2006/2007 gemeinsam mit 40 Hausarzt-Praxen der Rhein-Neckar-Region erprobt wird, wird ab Herbst 2005 zunächst den Patienten der AOK zugute kommen, denen eine freiwillige Teilnahme angeboten wird. Pilotprojekt bietet AOK-Patienten Teilnahme ab Herbst 2005 an "Für unsere Patienten erwarten wir eine bessere Behandlungsqualität sowie insgesamt eine größere Wirtschaftlichkeit bei der Arzneimitteltherapie", sagte Bruno Krüger, Geschäftsführer der AOK-Rhein-Neckar. Da das Projekt auf zwei etablierten Säulen, dem bereits im Klinikum erprobten elektronischen Arzneimittelinformationsdienst AiDKlinik sowie dem Verbund von 200 mit dem Klinikum kooperierenden Hausarzt-Praxen aufbaue, erwarte er einen Erfolg der Investition in diesen Bereich der integrierten Versorgung. Kooperationspartner im Heidelberger Klinikum sind die Sektion Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung unter Leitung von Professor Dr. Joachim Szecsenyi und die Abteilung Innere Medizin VI, Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Walter E. Haefeli. Klinikumsapotheke mit 3.000 Präparaten / Rund 60.000 Medikamente auf dem Markt Wenn der Patient in die Universitätsklinik kommt, wird seine Arzneimitteltherapie oft umgestellt. "Das Sortiment der Klinikumsapotheke ist auf rund 3.000 Präparate beschränkt, im Gegensatz zu 60.000 verschiedenen Präparaten, die der niedergelassene Arzt verordnen kann", erklärte Professor Haefeli. Schon bei diesem ersten Übergang möchte HeiCare gravierende Informationslücken schließen: Der niedergelassene Arzt informiert vor der stationären Aufnahme die Klinik und den Patienten über dessen aktuelle Therapie. Im Klinikum wird die Therapie zunächst mit denselben Präparaten fortgeführt, falls sie medizinisch angezeigt und verfügbar sind. "Mit dem elektronischen Arzneimittelberater AiDKlinik wird dann die gesamte Therapie überprüft", berichtet Professor Haefeli. Binnen weniger Sekunden zeigt der Computer an, ob gefährliche Neben- oder Wechselwirkungen zu befürchten sind, ob die Dosierung stimmt und der Nierenfunktion des Patienten angepasst ist. Die optimierte Verordnung wird automatisch in Rezepten und dem Arztbrief umgesetzt. Hausärzte haben mehr Zeit durch abgestimmte Verordnungspläne Vor der Entlassung wird der Hausarzt schriftlich über die Arzneimitteltherapie informiert. Dann können ggf. individuelle Erfahrungen, die der Hausarzt mit bestimmten Präparaten bei dem Patienten gemacht hat, noch einfließen. Über das Internet kann der Hausarzt AiDKlinik selbst nutzen und jederzeit die Risiken und Dosierungen der Arzneimitteltherapie überprüfen. "Ich erwarte von der Teilnahme an dem Projekt HeiCare, dass die Überprüfung und Anpassung des Verordnungsplans bei Patienten, die in der Klinik waren, künftig weniger Zeit in Anspruch nehmen wird", sagte Dr. Christiane Eicher, Hausärztin in Heidelberg, bei der Pressekonferenz. Schulungen zum Umgang mit AiDKlinik und Patientengesprächen Wichtiger Bestandteil des Projekts sind die Fokusgruppen und Schulungen, die die Sektion Allgemeinmedizin des Klinikums den Hausärzten anbietet: Dort werden nicht nur die Probleme der Hausärzte bei der Arzneimitteltherapie von aus der Klinik entlassenen Patienten besprochen, sondern im Umgang mit dem elektronischen AiDKlinik geschult und die Aufklärungsgespräche mit den Patienten geübt. "Der Patient soll lernen, seine Therapie selbst zu überwachen", sagte Professor Szecsenyi. Ein Ziel von HeiCare ist es zudem, dem Patienten nach der Entlassung aus der Klinik verständliche Information Arzneimitteltherapie zu geben, die zuvor mit seinem Hausarzt abgestimmten worden ist. "Damit kommen wir auch dem Wunsch vieler Patienten nach schriftlicher Information zu ihrer Behandlung entgegen", sagte Professor Dr. Wolfgang Herzog, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin II, Allgemeine Klinische und Psychosomatische Medizin. Weitere Information im Internet unter:
|
Presse-Mitteilungen und Presse-Spiegel
März 2010
Risiko für Patienten auf der Intensivstation deutlich gesenkt - Das elektronische Arzneimittel-Informationssystem AiDKlinik® reduziert die Zahl der unerwünschten Wechselwirkungen von Medikamenten.
Mehr...
Juli 2008
Medizinische Hochschule Hannover MHH entscheidet sich für den klinikweiten Einsatz von AiDKlinik®.
Das Arzneimittel-Informationssystem AiDKlinik® findet immer mehr Anwender. Auch die Medizinische Hochschule Hannover entscheidet sich für AiDKlinik®
Mehr...
Juni 2008
AiDKlinik® überzeugt Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Das Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart entscheidet sich für elektronischen Berater AiDKlinik® und dmc digital media center GmbH.
Mehr...
Mai 2008
Neue Software erleichtert Medikamentenumstellung im Krankenhaus / Team des Universit‰tsklinikums Heidelberg mit Innovationspreis 2008 der Sanofi-Aventis GmbH f¸r Klinische Pharmazie ausgezeichnet.
Mehr...
April 2008
Information zu Arzneimittelverschreibung kommt besser an, wenn die E-Mails grafisch gestaltet sind / Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg
Mehr...
Wiesbaden/Kongress DGMI, 29. März 2008 - Die Thieme Verlagsgruppe und die Dosing GmbH haben heute erstmals Doctors'AiD in der Öffentlichkeit präsentiert. Der Arzneimittel-Informations-Dienst Doctors'AID ist über das Internet zugänglich und kann vom Professor bis zum Medizinstudenten genutzt werden.
Mehr...
März 2008
dmc digital media center GmbH integriert das Arzneimittelinformationssystem AiDKlinik® erfolgreich in die Prozesse der Rezeptschreibung des Diakonie-Klinikums Schwäbisch Hall
Mehr...
MEDICA 2007
Elektronischer Arzneimittel-Ratgeber auf der Medica. AiDKlinik des Universit‰tsklinikums Heidelberg wurde um innovative Module erweitert / Teilbarkeit von Tabletten und Rabattvertr‰ge werden ber¸cksichtigt.
Mehr...
Oktober 2007
Das Diakonie-Klinikum Schw‰bisch Hall entscheidet sich f¸r den elektronischen Berater AiDKlinikÆ und dmc digital media center.
Mehr...
September 2007
Unser Produkt AiDKlinik® wird "registered trademark".
|
AiDKlinik® auf Apples iPhone - Arzneimittel- Datenbank in der Westentasche - √¨Arzneimittel- Information per Fingertipp√Æ. Mehr... | ![]() |
Juli 2007
AiDKlinik auf Apples iPhone - Arzneimitteldatenbank in der Westentasche - ìArzneimittel-Information
per Fingertippî. Mehr...
April 2007
Ausgezeichnete Arzneimittelsicherheit - Die Dosing GmbH des Universitätsklinikums Heidelberg ist erster Preisträger des StartUp Landeswettbewerbs 2007.
Mehr...
ITeG in Berlin war ein großer Erfolg - dmc digital media center GmbH, die Stuttgarter E-Business- und E-Health- Spezialisten, kehren von der ITeG in Berlin mit vielen aussichtsreichen Kontakten zur¬∏ck. Die Fragestellung "(Wie) vermeiden Sie Medikationsfehler" fand bei Apothekern und ∆írzten groÔ¨Çen Zuspruch.
Mehr...
Februar 2007
Treffen Sie uns auf der
ITeG (IT-Messe und Dialog im Gesundheitswesen 17. - 19.04.2007) in Berlin. Gemeinsam mit der Fa. dmc digital media center GmbH pr‰sentieren wir Ihnen live in Halle 2.2 Stand D20 die Neuentwicklungen Rund um AiDKlinik und berichten von unseren Erfahrungen. Gerne kˆnnen Sie auch im Vorfeld mit uns einen Termin vereinbaren.
Januar 2007
Per Mouseclick ruft der Klinikarzt die Medikamente des aufgenommenen Patienten ab -
Im Projekt HeiCare hinterlegen Haus‰rzte die Medikamentenliste ihrer Patienten elektronisch und haben Zugriff auf das Arzneimittel-Informations-Portal (AiDKlinik) des Universit‰tsklinikums Heidelberg
Mehr...
Dezember 2006
Die Ausgründung der Dosing GmbH ist vollständig. Das Arzneimittelinformationssystem AiDKlinik kann nun offiziell von der Dosing GmbH geordert werden.
Mehr...
Riskante Teilung - Unsachgemäß geteilte Tabletten können ihre Wirksamkeit einbüßen. AiDKlinik jetzt mit verbesserten Teilbarkeitsdaten. Mehr...
Oktober 2006
AiDKlinik wurde am 29.09.2006 mit dem Ersten Preis des Qualitätsförderpreises Gesundheit Baden-Württemberg 2006 ausgezeichnet. Der vom Ministerium für Arbeit und Soziales und den im Gesundheitsforum Baden-Württemberg zusammengeschlossenen Repräsentanten der Gesundheitswirtschaft des Landes ausgelobte Preis wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben.
Mehr...
September 2006
AiDKlinik Modul DosingExpert wird mit dem GMDS Posterpreis in Leipzig ausgezeichnet.
Mehr...
August 2006
Zend Case Study: Universitätsklinikum Heidelberg setzt bei der Entwicklung seines Arzneimittel Informations Dienstes AiDKlinik auf Zend Studio.
Mehr...
Juni 2006
Welche Medikamente sind am besten geeignet? (Schwangerschaft und Stillzeit)
Mehr...
Mai 2006
Elektronische Arzneimittelinformationsmedien: Chancen (v)erkannt?
Mehr...
Mai 2006
Entlaß-Verordnung - zweckmäßig und rentabel
Mehr...
März 2006
AiDKlinik jetzt mit MediBox - Erstellung von Rezepten und Entlassbriefen wird erleichtert.
Mehr...
Februar 2006
Vorsicht, Nebenwirkungen - Todesfälle durch unerwünschte Arznei-Wirkungen - immer wieder schocken solche Meldungen die Üffentlichkeit. Jeder Patient in Deutschland kennt Arzneimittel und wird vorübergehend oder dauerhaft damit behandelt. Kein Wunder, gehören sie doch zu den wirksamsten therapeutischen Maßnahmen in der Medizin.
Mehr...
Januar 2006
Mehr Harmonie bei der Arzneimitteltherapie - Projekt HeiCare® hat die erste Testphase erfolgreich bestanden.
„Meine Pillen in der Klinik waren aber klein und rot und nicht blau und groß, Herr Doktor!“
Mehr...
Dezember 2005
Fachinformationen von Arzneimitteln sind häufig veraltet, unvollständig oder lückenhaft. Viele Menschen müssen regelmäßig mindestens zwei verschiedene Medikamente einnehmen. Mögliche Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten sind Ärzten und Apothekern in Deutschland jedoch oft nicht ausreichend bekannt, weil die ihnen zur Verfügung stehende Fachinformation veraltet, unvollständig oder ungenau ist.
Mehr...
November 2005
Der Klinikumsvorstand nimmt den aktuellen Entwicklungsstand von AiDKlinik und die geplanten nächsten Schritte zustimmend zur Kenntnis und beauftragt das ZIM und die Abt. Innere Medizin VI, Rezeptschreibung und Medikation im Entlassbrief noch in diesem Jahr flächendeckend gemäß vorgeschlagener Aufgabenverteilung einzuführen. Er wird diese Aktivitäten mit einem informierenden Brief an die Ärztlichen Direktoren unterstützen.
Mehr...
Juni 2005
Mehr Harmonie in der Arzneimittel-Therapie - AOK Pilotprojekt
HeiCare (Presse-mitteilung, 21-06-05) Mehr...
Arzneimitteltherapie soll besser abgestimmt werden - Integrierter Versorgungsvertrag im Rhein-Neckar-Raum / Elektronisches Infosystem optimiert Versorgung bei Klinikeinweisungen (Ärzte Zeitung, 21-06-05) Mehr...
Wenn die Pille für Verwirrung sorgt (Mannheimer Morgen, 18-06-05) Mehr...
Patienten sollen künftig ein und dieselbe Pille schlucken (Rhein-Neckar-Zeitung, 16-06-05) Mehr...
Mai 2005
EDV-Software hilft Ärzten, unerwünschte Arznei-Wirkungen
zu erkennen und zu vermeiden (Ärzte Zeitung). Mehr...
November 2004
Arzneimittel- Informationsdienst AiDKlinik sorgt für optimale Verordnungen
(MEDICA 2004) Mehr...



Pilotprojekt
HeiCare stimmt bundesweit erstmals Verschreibungen zwischen
Klinik und Hausärzten ab / Erprobungsphase mit 40 Praxen
und AOK-Patienten "Herr Doktor, in der Klinik gab es immer
die kleinen blauen Pillen. Warum soll ich jetzt wieder die dicken
roten einnehmen?" Mit diesen Beschwerden von Patienten
müssen sich Hausärzte in Deutschland täglich
auseinandersetzen
