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Presse-Mitteilung März 2006

AiDKlinik jetzt mit Medibox - Erstellen von Rezepten und Entlassbriefen wird erleichtert.

Seit diesem Jahr können Ärzte klinikumsweit Rezepte direkt aus i.s.h.med drucken und in der Patientenakte speichern, um sie später wieder zu verwenden. Hierfür wurde das System AiDKlinik in enger Zusammenarbeit des Zentrums für Informationsmanagement (ZIM) mit der Abteilung Innere Medizin VI, Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie, in das Klinikinformationssystem integriert.

AiDKlinik wurde um eine wichtige Funktionalität erweitert: die Medibox (eine intelligente Verordnungsliste). Mit nur wenigen Klicks können vollständige Listen oder einzelne Präparate aus der individualisierten Schnellauswahl in die Medibox übernommen und verordnet werden. Das Pflegen der Schnellauswahl liegt in der Hand der einzelnen Stationen. So ist die Medikamentenliste stets auf dem gewünschten aktuellen Stand und perfekt an die Bedürfnisse jeder Station angepasst.



Die Medibox unterstützt außerdem den Arzt bei der Erstellung des Entlassbriefes. Durch AiDKlinik werden kostengünstigere Empfehlungen der verordneten Arzneimittel vorgeschlagen. Die gesetzlichen Vorgaben nach § 115c SGB V wären ohne diese elektronische Unterstützung allenfalls mit einem sehr hohen Zeitaufwand zu erfüllen.

Noch in dieses Frühjahr werden aufbauend auf der Medibox weitere Wissensmodule (Hinweis auf Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz sowie Prüfung auf doppelt verordnete Wirkstoffe) integriert.

AiDKlinik überprüft die Arzneimittel-Therapie eines Patienten, so komplex sie auch sein mag, auf vorhandene Interaktionen. Aufgrund der Vielzahl der Präparate und des sich ständig ändernden Wissens ist für den behandelnden Arzt eine systematische Interaktionsprüfung als Routinemaßnahme derzeit kaum möglich. Der Stationsarzt wird durch AiDKlinik in dieser zeitaufwendigen Tätigkeit entlastet und eine routinemäßige Interaktionsprüfung ist zur Qualitätssicherung möglich.

AiDKlinik enthält Informationen zu mehr als 7.000 Wechselwirkungen und agiert somit als sekundenschneller Helfer beim Verordnen von Arzneimitteltherapien. Hiervon profitiert nicht nur der Arzt, sondern letztlich der einzelne Patient.

Quelle: KlinikTicker 02/2006 UniversitätsKlinikum Heidelberg