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Presse-Mitteilung Oktober 2006

Auszeichnung für hohe Arzneimittel-Sicherheit - Elektronisches Arzneimittel-Informationssystem des Klinikums ist erster Preisträger des Qualitäts-Förderpreises Gesundheit Baden-Württemberg 2006

Das Projekt "Qualitätssicherung der medikamentösen Therapie durch ein elektronisches Arzneimittel-Informationssystem" des Klinikums ist erster Preisträger des Qualitätsförderpreises Gesundheit Baden-Württemberg 2006, der mit einem Preisgeld von 6.500 Euro verbunden ist. Am 29. September 2006 nahm Professor Dr. Walter Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin VI, Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie, die Auszeichnung aus der Hand von Sozialministerin Dr. Monika Stolz in der Stuttgarter Liederhalle entgegen.

Ehrung

Die Ministerin würdigte die beispielhafte Arbeit der Projektträger, deren Konzept deutliche Verbesserungen bringe. Das computer-gestützte Arzneimittel-Informationssystem der Heidelberger Wissenschaftler stellt seit 2003 die Qualität der Arzneimitteltherapie klinikumsweit sicher und hat auch die Verschreibung von gefährlichen Arzneimittelkombinationen verringert.

Mit diesem System (AiDKlinik) können Arzneimittel und Wirkstoffe binnen Sekunden gefunden und komplette Fachinformationen abgerufen werden, z.B. über den Einsatz während der Schwangerschaft. Das System paßt die Dosierung individuell der Nierenfunktion des Patienten an, dokumentiert alle Rezepte und die Medikation in den Entlassbriefen und hilft, die Therapiekosten nach der Entlassung zu senken. Patienten erhaltenen einen Informationsbogen mit einem persönlichen Therapieplan und übersichtlicher Auflistung der Präparate und ihrer Einnahme.

"Durch die beschleunigte Informationsbeschaffung sparen die Ärzte sehr viel Zeit, die dem Patienten zugute kommen kann", berichtet Professor Haefeli. Die Arzneimittelsicherheit am Klinikum konnte zudem erheblich verbessert werden: Jedes achte Rezept wurde wegen potenziell gefährlicher Arzneimittelkombinationen korrigiert; bei rund 2,5 Prozent der Verschreibungen hätte es sich um gefährliche Wechselwirkungen gehandelt. Auch Fehler durch unleserliche Handschriften oder Verschreibung von Präparaten, die aus dem Handel genommen wurden, kommen nicht mehr vor. AiDKlinik ist bereits an vier weiteren Kliniken in Deutschland im Testbetrieb. Außerdem ist die Vernetzung mit niedergelassenen Ärzten erfolgt und wird derzeit intensiviert.

Quelle: KlinikTicker.de